Atemschutzeinsätze sind körperliche Schwerarbeit und führen oft an die eigenen Grenzen.

– Um ein etwaiges gesundheitliches Risiko zu minimieren und zugleich auch die eigene Leistungsgrenze feststellen zu können, wird die Tauglichkeit der AtemschutzgeräteträgerInnen nun durch den sog. „Finnentest“ in Verbindung mit einer ärztlicherseits durchzuführenden Vorsorgeuntersuchung überprüft.

13 Mitglieder der Betriebsfeuerwehr unterzogen sich an 2 Terminen im April und Mai diesem in Finnland entwickelten Verfahren zur Überprüfung der körperlichen Eignung bzw. Leistungsfähigkeit, begleitet und überwacht jeweils von unserer Sachbearbeiterin Feuerwehrmedizinischer Dienst Michaela Pauser und einigen anderen Kameraden.

5 Stationen waren jeweils mit der persönlichen Schutzausrüstung und schwerem Atemschutz zu absolvieren:

100 m Gehen ohne Belastung sowie 100 m Gehen mit 2 Kanistern, á zu 16,6 kg, in einer Zeit von 4 Minuten, was kein großes Problem darstellte.

Sodann galt es, innerhalb von 3,5 Minuten im Stiegenhaus ca. 100 Stufen hinauf- , und dann wieder hinunterzusteigen.

Als etwas ungewohnt erwies sich das Hämmern eines am Boden liegenden 50-kg-LKW-Reifens, der mit einem 6 kg schweren Schlägel 3 m innerhalb von 2 Minuten weiterbefördert werden musste – auf die Technik kam es an.

Nach dieser dann doch schon sehr schweißtreibenden Angelegenheit konnten sich die Probanden in einem Wasserschaff die Hände kühlen, bevor noch die „Hindernisbahn“ zu absolvieren war. Innerhalb von 3 Minuten waren 3 Runden auf einer 8 m langen Strecke mit jeweils 3 ca. 60 cm hohen Hindernissen abwechselnd durch Übersteigen und Durchkriechen zurückzulegen.

Schließlich war noch ein C-Schlauch aufzurollen, wobei dessen Enden am Boden liegen bleiben mussten.

Für alle 5 Stationen musste eine Flaschenfüllung ausreichen.

Alle 13 AtemschutzgeräteträgerInnen haben den Test zu ihrer eigenen und zur Freude des Untersuchungsteams erfolgreich bestanden und ihre körperliche Fitness unter Beweis gestellt!